Das Deutsch-Europäische Bildungswerk in Hessen e. V. (DEBWH) blickt auf ein erfolgreiches Jahr 2025 zurück und startet engagiert ins Jahr 2026. Auf der Mitgliederversammlung am Samstag, den 21. Februar 2026, im Haus der Heimat in Wiesbaden wurde neben Jahresabschluss und der aktuellen Haushaltsplanung das diesjährige Seminarprogramm vorgestellt und beschlossen.
„Unsere Bildungsarbeit lebt vom Austausch und von der Begegnung mit Menschen aus den Regionen, in denen früher Deutsche gelebt haben oder noch leben“, betont Wilhelm Beer, stellvertretender Vorsitzender des DEBWH. „Mit klaren Strukturen und engagierten Partnern wollen wir 2026 noch mehr Menschen für die deutsch-polnische Geschichte und Verständigung gewinnen.“
Anwesend waren Vertreterinnen und Vertreter zahlreicher Landsmannschaften, darunter Kuno Kutz von der Landsmannschaft der Ost- und Westpreußen, Gabriela Zessin von der Pommersche Landsmannschaft, Natalie und Svetlana Paschenko von der Landsmannschaft der Deutschen aus Russland, Albrecht Kauschat von der Landsmannschaft Schlesien, Ingwelde Juchum vom Verband der Siebenbürger Sachsen in Deutschland – Landesgruppe Hessen und Lothar Streck von der Sudetendeutschen Landsmannschaft. Im Rahmen der Versammlung wurde die Jahresrechnung 2025 vorgestellt: Die Kassenprüfung bestätigte eine einwandfreie Buchführung, und die Mitgliederversammlung erteilte dem Vorstand einstimmig die Entlastung. Auch der Haushaltsplan für 2026 wurde einstimmig angenommen.
Ein Schwerpunkt der Mitgliederversammlung war die Besprechung des Bildungsseminars „Zwischen Stettin und Szczecin – Von der Wiederentdeckung deutscher Geschichte in der polnischen Stadt Szczecin und in der Region Hinterpommern“. Das einwöchige Seminar aus der Reihe „Begegnung und Verständigung“ findet vom 6. bis 12. September 2026 statt, wird durch das Bundesministerium des Innern aufgrund eines Beschlusses des Deutschen Bundestages gefördert. Anmeldungen zur Seminarreise, die als Bildungsurlaubsveranstaltung für Arbeitnehmerinnen und Arbeitnehmer in Hessen angeboten wird, sind ab sofort möglich.
Agnes Maria Brügging-Lazar, Geschäftsführerin des DEBWH, sagt: „Wir haben ein vielseitiges Programm entwickelt, das Vorträge, Gesprächsrunden und Begegnungen mit der deutschen Minderheit in Polen verbindet. So schaffen wir ein lebendiges Lernumfeld für alle Teilnehmenden.“ Das Seminar richtet sich an maximal 23 Teilnehmende und führt auf eine faszinierende Bildungsreise durch die historische Region Pommern. Von Berlin aus bringt ein Reisebus die Gruppe nach Stettin, wo geführte Stadtrundgänge, Begegnungen mit der deutschen Minderheit sowie Stationen in Misdroy, Swinemünde, Külz und Cammin spannende Einblicke in deutsch-polnische Geschichte und Kultur bieten.
Das DEBWH versteht sich als ein Ort der Begegnung, an dem Geschichte lebendig wird, an dem Verständigung zwischen Generationen und Kulturen gefördert wird und kultureller Austausch konkrete Erfahrungen und neue Perspektiven ermöglicht.


